Tagesablauf

In der flexiblen Ankunftszeit können die Kinder ohne Stress in die Gruppe und im neuen Schultag ankommen. Auch den Eltern ermöglicht die flexible Ankunftszeit einen stressärmeren Start in den Tag, sodass die gesamte Familie hiervon profitiert.

07:30 - 08:00 Uhr Flexible Ankunftszeit
08:00 - 09:30 Uhr Morgenkreis, Wochenplan,
1. Lernblock
09:30 - 09:45 1. Pause, Frühstück
09:45 - 11:15 Uhr 2. Lernblock
11:15 - 12:30 Uhr 3. Lernblock
12:30 - 13:30 Uhr Mittagspause und Essen
13:30 - 16:00 Uhr Abholung,
Freiwillige Betreuung am Nachmittag

Hilf mir, es selbst zu tun.

Maria Montessori

Der beispielhafte Tagesablauf veranschaulicht die grobe Gliederung des Schulalltages.
In den Lernblöcken werden die Arbeit mit individuellen Wochenplänen, Projektarbeit, Freiarbeit und bewegtem Lernen abgebildet. Die Einteilung wird flexibel ausgestaltet.
Die Lernblöcke können variabel beendet werden, so dass kein Kind in seinem Arbeitsfluss gestört wird. Arbeiten im Flow ist Voraussetzung für nachhaltige Erfolgserlebnisse und erleichtert den Schüler*innen, sich nach und nach auch über längere Phasen zu konzentrieren.

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.

Astrid Lindgren

Kleine Lerngruppen und vollständige Jahrgangsmischung

In einer Lerngruppe arbeitet ein*e Lernbegleiter*in mit maximal 20 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1-4. Diese Form der Gruppenstruktur findet zunehmende Beachtung aufgrund ihrer vielfältigen positiven Effekte. Das Kind findet Lernpartner*innen oder kleine Gruppen, die seinem Lernniveau entsprechen. Soziales Lernen wird durch das Nachahmen der älteren Kinder ganz natürlich erfahren. Die älteren Kinder festigen ihr Wissen durch Weitergabe an jüngere. Die Kinder erlernen selbstständiges Arbeiten und sind in der Lage, sich eigenständig im täglichen Schulleben zu strukturieren. Diese selbstständige Arbeitsweise ermöglicht auch eine Entlastung der Lernbegleiter*innen, sodass er*sie sich einzelnen Kindern bei Bedarf intensiver zuwenden kann. Zusätzlich unterstützt ein*e Erzieher*in die Arbeit in der Lerngruppe. Die kleine gemischte Gruppe stellt ein familiäres Gefüge dar, in dem die Kinder der 1. bis 4. Jahrgangsstufe drei, vier oder fünf Jahre bleiben, es gibt kein "Sitzenbleiben" und keine abrupten Gruppenwechsel. Jedes Jahr verlassen einige Kinder die Gruppe an eine weiterführende Schule und einige kommen neu hinzu, ein Kern bleibt konstant.
Das gemeinsame Mittagessen als fester Punkt im Tagesablauf, der sich täglich wiederholt, hilft Kindern, den Tag zu strukturieren und gibt damit sowohl Sicherheit als auch Beständigkeit. Dabei nehmen Lernbegleiter*innen und Mitarbeiter*innen an den Mahlzeiten teil und sind mit den Schüler*innen Teil der Schulfamilie. Bei der Essensauswahl wollen wir auf saisonale, regionale und vorzugsweise biologisch produzierte Lebensmittel achten. Wir setzen auf eine ausgewogene vegetarische Küche.

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe.

Konfuzius

Mindestens einmal in der Woche findet ein Draußentag statt. Das „Draußen“ kann sehr unterschiedlich gefüllt werden: Die Kinder betätigen sich in Projekten auf dem Schulgelände (eigener Garten, Werkstatt, Theaterspielen, Sport und Spiel) oder verlassen das Gelände, um außerschulische Lernorte aufzusuchen. So werden Kontakte zu Betrieben im Ort, in den Nachbarorten oder auch z. B. am Arbeitsplatz eines Elternteils genutzt, um den Kindern die Möglichkeiten zu geben, im sicheren Rahmen ihrer Lerngruppe die Luft „der großen weiten Welt“ zu schnuppern. Was wir an Eindrücken und Erfahrungen von den Draußentagen mitbringen, kann später in der Schule weiter be- und verarbeitet werden.
Ein weiterer Baustein der Draußen-Zeiten werden Ausflüge auf den Harly sein. Der Beuchter „Hausberg“ bietet vielfältige Möglichkeiten, die Natur und die Jahreszeiten zu erkunden, zu laufen, zu klettern, zu suchen und zu finden.

Wir können jeden Tag aufs Neue entscheiden, welchen Einfluss wir auf diese Welt ausüben möchten.

Jane Goodall

Praktizierte Nachhaltigkeit im Schulalltag führt bei den Kindern zu einer Bewusstseinsbildung, die Voraussetzung für spätere Gestaltungskompetenz ist. Wir setzen auf Ressourcenschonung, Müllvermeidung und Re- bzw. Upcycling. So wird das Schulgebäude durch den Anschluss an das Nahwärmenetz des Beuchter Biomasseheizwerkes CO2-neutral mit Wärme versorgt. Wasser- und Stromsparmöglichkeiten werden in den Alltag integriert. Bei der Ausstattung der Schule achten wir auf langlebige Produkte aus (auch sozial) nachhaltiger Erzeugung und nachwachsenden Rohstoffen.
Auch kann ein Tauschregal den Kindern sowie den Eltern die Möglichkeit geben, ausgelesene Bücher oder nicht mehr passende Kleidung oder Ähnliches an andere Kinder weiterzugeben, sodass sich Neuanschaffungen verringern und sich die Nutzungsdauer von Gegenständen verlängert.

Nachmittagsbetreuung

Nach dem Mittagessen wollen wir eine verlässliche Betreuung anbieten. Das Zustandekommen hängt vom tatsächlichen Bedarf ab und kann sich ggf. ändern. Der individuelle Bedarf sollte im Aufnahmegespräch/bei der Anmeldung angegeben werden.
Die Kinder können in der gewohnten Gruppe ihre Freizeit verbringen, indem sie gemeinsam spielen oder sich allein frei beschäftigen. Das gesamte Schulgelände soll ihnen hierfür offenstehen.  Betreut und begleitet durch Eltern/Sozialpädagogen oder bspw. auch eine FSJ-Kraft können nach Absprache an einzelnen Nachmittagen auch Angebote/AGs stattfinden, an denen die Kinder dann als Gruppe teilnehmen. Wichtig sind uns die Wünsche und Anregungen der Kinder. Denkbar sind z.B:  Schulgarten, sportliche Aktivitäten, Künstlerische und musische Gestaltung u.a.
Hausaufgaben am Nachmittag? Trotz des freien und individuellen Lernkonzeptes am Vormittag ist das Lernen für die Kinder „Arbeit“ - und der Nachmittag sollte die Zeit der Entspannung und des Spiels sein. Zudem sollen die Eltern nicht in die Lehrerrolle gedrängt werden. Wenn die Kinder sich zu Hause weiter mit Lerninhalten auseinandersetzen möchten, kann der Lernbegleiter geeignete Materialien zur Verfügung stellen.